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Wie viel Geld bekommen Asylbewerber?

Aktualisiert (Montag, den 09. Dezember 2013 um 09:06 Uhr) Geschrieben von: Uta Schmidt Freitag, den 29. November 2013 um 09:00 Uhr

Was bekommen die Asylbewerber und Flüchtlinge wirklich?

PM des KV Nordsachsen vom 22.11.2013

Am 16.11.2013 wurde im Lokalteil der Delitzsch – Eilenburger LVZ durch Herrn Pfütze die aktuelle Situation um die Asylbewerbern im Landkreis Nordsachsen beschrieben.
Dabei wurde nicht alles richtig recherchiert. Wir halten es gerade bei diesem sensiblen Thema für absolut notwendig, mit korrekten Fakten für eine Richtigstellung zu sorgen.

Herr Moradi vom sächsischen Flüchtlingsrat nannte dazu folgende Zahlen:

„Ein Asylbewerber in Deutschland bekommt im Monat ca.300,- € Taschengeld, mit dem er Nahrung, Bekleidung, Hygieneartikel, eventuelle Busfahrten, z. B. vom Heim Spröda zur Stadt, und andere persönliche Dinge zu bezahlen hat.

Das sind pro Tag 10,00 €, die ihm zur Verfügung stehen und damit immer noch 20 % weniger, als ein deutscher Staatsbürger, der Arbeitslosengeld II bezieht, ausgeben kann.

Im Quartal werden den Landkreisen von der sächsischen Landesregierung pro Person aktuell 1500,00 € überwiesen. Damit bleiben den Landkreisen zur Finanzierung der Unterkunft, einer eventuellen medizinischen Betreuung und einer sozialen Arbeit mit den Asylbewerbern, z. b. Behördengängen, Klärung von Formalitäten, Organisation von Sprachkursen 200,00 € pro Person und Monat.
Das dieser Betrag für die Landkreise und kreisfreie Städte überhaupt nicht auskömmlich ist, steht außer Zweifel. Hier ist die sächsische Landesregierung viel stärker gefordert. Der sächsische Flüchtlingsrat stellt sich damit auf die Seite der Kommunen.“ sagt Herr Moradi.

Weiterhin fordert er: „ Die Finanzierung der sozialen Betreuung sollte eine Landesaufgabe sein, denn die meisten Flüchtlinge kommen aus Kriegs –u. Krisengebieten. Die notwendigen ausgebildeten Sozialarbeiter können außerdem Vernetzungs – u. Aufklärungsaufgaben übernehmen und die Bevölkerung in diese gesellschaftliche Arbeit integrieren. Diese Aufgabe ist am besten in den Händen unabhängiger Träger, z.B. NGO (Nichtgesellschaftliche Organisationen oder Wohlfahrtsverbände) aufgehoben.“

Im Artikel von Herrn Pfütze wurden erstens falsche Zahlen genannt und diese zweitens dann noch den falschen Ausgabengruppen zugeordnet. Mit den hier genannten Beträgen kann nun wirklich sachlich argumentiert werden – hoffentlich zugunsten dieser Menschen.